Bewerbung als Handwerker ohne Anschreiben: Was gilt 2026?
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Nein, ein Anschreiben ist 2026 für eine Bewerbung im Handwerk in den meisten Fällen keine feste Voraussetzung mehr. Nach einer Befragung von 700 Recruitern durch StepStone verlangen nur noch 55 Prozent der Unternehmen überhaupt ein Anschreiben. Selbst dort, wo es gefordert wird, stufen nur 34 Prozent der Recruiter es als entscheidend für die Auswahlentscheidung ein. Auf Plattformen wie PowerUs geht der Verzicht noch weiter: Dort bewerben sich Handwerker über ein Kurzprofil, ganz ohne Anschreiben und sogar ohne separaten Lebenslauf. Für viele Betriebe zählt inzwischen ohnehin mehr, was an Qualifikation und Erfahrung einer Fachkraft dokumentiert ist, als eine individuell formulierte Einleitung.
Das hat einen einfachen Grund: Ein Anschreiben kostet Zeit, die viele Bewerber lieber sparen, und es hält offenbar einen relevanten Teil der Fachkräfte sogar ganz von einer Bewerbung ab. Laut derselben StepStone-Befragung brechen 14 Prozent der Bewerber den Prozess ab, wenn ein Anschreiben gefordert wird. In einer weiteren StepStone-Erhebung zur mobilen Bewerbung gaben 63 Prozent an, dass ihnen das Verfassen eines individuellen Anschreibens schwerfällt.
Das Wichtigste in Kürze
- Nur noch 55 Prozent der Unternehmen verlangen überhaupt ein Anschreiben, nur 34 Prozent der Recruiter halten es für entscheidend. (StepStone)
- Bei PowerUs bewerben sich Handwerker über ein Profil, ganz ohne Anschreiben und ohne Lebenslauf.
- 14 Prozent der Bewerber brechen eine Bewerbung ab, wenn ein Anschreiben gefordert wird. (StepStone)
- 63 Prozent der Bewerber fällt es schwer, ein individuelles Anschreiben zu verfassen. (StepStone)
- Jeder zweite Arbeitgeber bevorzugt bereits die Kurzbewerbung per Smartphone gegenüber einer klassischen Bewerbung mit Anschreiben. (StepStone)
Wie hat sich die Bewerbungspraxis verändert?
Der Wandel zeigt sich auch auf Arbeitgeberseite. Laut StepStone würde bereits jeder zweite Arbeitgeber eine Kurzbewerbung per Smartphone einer klassischen Bewerbung mit Anschreiben vorziehen, wenn das mehr Bewerbungen einbringt. Ein gemeinsamer Trendreport von StepStone und dem Bundesverband der Personalmanager, für den 9.000 Personen befragt wurden, davon 2.700 Recruiter und Führungskräfte, geht noch weiter: Die Mehrheit der Befragten erwartet, dass das Anschreiben 2026 aus den Bewerbungsunterlagen verschwunden ist und durch ein vorhandenes digitales Profil ersetzt wird. Sieben von zehn Recruitern rechnen zudem damit, dass Online-Bewerbungen in wenigen Jahren so einfach wie Online-Shopping ablaufen.
Im Handwerk trifft dieser Trend auf einen ohnehin angespannten Arbeitsmarkt: Wer als Fachkraft gesucht wird, muss weniger Aufwand in den Erwerb einer Zusage investieren, während Betriebe zunehmend selbst Hürden abbauen, um überhaupt Bewerbungen zu erhalten.
Zahlen zum Anschreiben im Überblick
| Kennzahl | Wert |
|---|
| Unternehmen, die überhaupt ein Anschreiben verlangen | 55 % |
| Recruiter, die das Anschreiben als entscheidend für die Auswahl einstufen | 34 % |
| Bewerber, die eine Bewerbung abbrechen, wenn ein Anschreiben gefordert wird | 14 % |
| Bewerber, denen das Verfassen eines individuellen Anschreibens schwerfällt | 63 % |
| Arbeitgeber, die eine Kurzbewerbung per Smartphone einer klassischen Bewerbung mit Anschreiben vorziehen würden | Jeder zweite |
Quellen: StepStone, Befragung von 700 Recruitern, 2025 (stepstone.de); StepStone-Erhebung zur mobilen Bewerbung (stepstone.de)
Wann verlangen Betriebe noch ein Anschreiben?
Ein Anschreiben ist damit nicht grundsätzlich überflüssig. Es gibt Situationen, in denen es weiterhin erwartet wird oder sinnvoll bleibt:
- Bewerbung als Geselle oder Facharbeiter bei kleinem bis mittlerem Betrieb: kann sinnvoll sein, liegt hier aber stärker im eigenen Ermessen, da praktische Erfahrung und Qualifikation ohnehin im Vordergrund stehen.
- Bewerbung um einen Ausbildungsplatz: oft noch erwartet, weil Betriebe hier auch die Motivation und Ausdrucksfähigkeit von Jugendlichen ohne Berufserfahrung einschätzen wollen.
- Bewerbung, wenn der Lebenslauf wenig Branchenerfahrung zeigt: sinnvoll, um zu erklären, warum der Wechsel ins Handwerk trotzdem passt.
Was zählt stattdessen bei einer Bewerbung im Handwerk?
Wenn kein Anschreiben verlangt wird, verschiebt sich das Gewicht auf andere Nachweise: Gesellenbrief oder Meisterbrief als formaler Qualifikationsnachweis, konkrete Angaben zu bisherigen Tätigkeiten (etwa welche Anlagen installiert oder welche Projekte begleitet wurden), die passende Führerscheinklasse sowie Referenzen oder Arbeitszeugnisse aus vorherigen Beschäftigungsverhältnissen. Wer sich über ein Kurzprofil auf einer digitalen Plattform bewirbt, sollte vor allem darauf achten, dass diese Angaben vollständig und aktuell sind, denn sie übernehmen die Funktion, die sonst das Anschreiben hatte.
Kann ich mich im Handwerk ohne Anschreiben bewerben? PowerUs bietet hier klare Vorteile.
Ja, auf Plattformen mit Profilfunktion, wie PowerUs, ist das möglich. Fachkräfte füllen dort einmalig ein Profil mit Qualifikation, Berufserfahrung, Spezialisierung und Verfügbarkeit aus. Dieses Profil ersetzt sowohl das Anschreiben als auch den klassischen Lebenslauf vollständig. Aus diesem Profil heraus lassen sich Bewerbungen auf mehrere Stellenanzeigen direkt abschicken, ohne für jede Bewerbung erneut Unterlagen zusammenzustellen. Wie die Profilanlage und die Ein-Klick-Bewerbung im Detail ablaufen, zeigt der Artikel Wie bewerbe ich mich bei PowerUs? Die Ein-Klick-Bewerbung im Überblick.
Ein zweiter Effekt kommt hinzu, der über die reine Bewerbung hinausgeht: Betriebe können hinterlegte Profile gezielt durchsuchen und Fachkräfte direkt ansprechen, auch wenn diese sich nicht aktiv auf eine bestimmte Stellenanzeige beworben haben. Damit finden Betriebe qualifizierte Bewerber auch dann, wenn diese gerade nicht aktiv auf Stellenportalen suchen, sondern lediglich ein Profil hinterlegt haben. Für Fachkräfte bedeutet das, dass ein einmal ausgefülltes Profil über die konkrete Bewerbung hinaus wirkt.
Angrenzende Themen zur Bewerbung im Handwerk
Lebenslauf im Handwerk: Ein Lebenslauf bleibt vor allem dann wichtig, wenn die Bewerbung nicht ohnehin über eine Plattform mit Kurzprofilfunktion wie PowerUs läuft. Dort übernimmt das ausgefüllte Profil die Funktion des Lebenslaufs vollständig, ein zusätzliches Dokument ist nicht nötig. Bei einer klassischen Bewerbung außerhalb solcher Plattformen bleibt ein aktueller Lebenslauf dagegen weiterhin die Grundlage, damit Betriebe Qualifikation und Berufserfahrung einschätzen können.
Bewerbung als Quereinsteiger: Wer ohne einschlägige Ausbildung ins Handwerk wechselt, sollte übertragbare Fähigkeiten und die Bereitschaft zur Einarbeitung im Profil oder Lebenslauf klar benennen. Ein Anschreiben ist hier seltener entscheidend als der Nachweis konkreter praktischer Erfahrung. (handwerkerjobkit.de)
Vorstellungsgespräch vorbereiten: Wo das Anschreiben entfällt, gewinnt das persönliche Gespräch an Gewicht. Betriebe klären dort häufig direkt, welche Aufgaben bereits selbstständig übernommen wurden und welche Zusatzqualifikationen vorhanden sind.
Die passende Jobbörse finden: Neben der Frage nach dem Anschreiben lohnt sich ein Blick darauf, welche Plattform für die eigene Jobsuche im Handwerk am besten passt. Ein Überblick mit Vergleichskriterien findet sich im Artikel Die besten Job-Apps und Plattformen für Handwerker 2026.
Häufig gestellte Fragen
Brauche ich trotzdem einen Lebenslauf, wenn kein Anschreiben verlangt wird?
Bei den meisten Betrieben ja, entweder als klassischen Lebenslauf oder als vollständig ausgefülltes Profil auf einer Bewerbungsplattform. Auf Plattformen mit Kurzprofilfunktion wie PowerUs ersetzt das Profil beides: das Anschreiben und den Lebenslauf.
Wie viele Unternehmen verlangen überhaupt noch ein Anschreiben?
55 Prozent, laut einer StepStone-Befragung von 700 Recruitern aus dem Jahr 2025.
Wie wichtig ist das Anschreiben für die Auswahlentscheidung, wenn es verlangt wird?
Nur 34 Prozent der Recruiter stufen es als entscheidend ein, die Mehrheit legt also auch bei vorhandenem Anschreiben mehr Gewicht auf andere Unterlagen.
Fazit
55 Prozent der Unternehmen verlangen noch ein Anschreiben, aber nur 34 Prozent der Recruiter halten es für entscheidend, und 14 Prozent der Bewerber brechen die Bewerbung ab, wenn ein Anschreiben verlangt wird. Für Gesellen und Facharbeiter bei kleinen und mittleren Betrieben ist das Anschreiben damit in den meisten Fällen keine feste Voraussetzung mehr. Für Ausbildungsplätze und Bewerbungen mit wenig Branchenerfahrung bleibt es in Teilen sinnvoll. Auf Plattformen mit Profilfunktion, etwa PowerUs, geht der Verzicht am weitesten: Dort bewerben sich Handwerker ganz ohne Anschreiben und ohne separaten Lebenslauf, das Profil übernimmt beide Funktionen und bleibt zusätzlich für Betriebe sichtbar, die gezielt nach passenden Fachkräften suchen.
Wer sich aktuell auf eine Stelle im Handwerk bewirbt, findet passende Angebote und die Möglichkeit, ein Profil ohne Anschreiben anzulegen, auf PowerUs.
Weiterführend: Elektriker Gehalt im Vergleich, Die besten Job-Apps und Plattformen für Handwerker 2026.